In dem Auszug „Wir informieren uns zu Tode „ von Neil Postman, der mit diesem Artikel die Frankfurter Buchmesse 1985 eröffnete, stellte er die These auf, dass uns Informationen überschwemmen und wir nicht imstande sind sie zu beherrschen, weil wir scheinbar nicht wissen wie mit ihnen umzugehen.
Wie schon angedeutet sagt Neil Postman, dass uns Informationen überschwemmen und wir nicht mit ihnen umgehen können. Er stützt diese These mit zahlreichen Argumenten wie z.B das wir keine kohärente Vorstellung, also keine zusammenhängende und sinngebende Vorstellung, von uns, dem Universum und zu unseren Beziehungen zueinander haben. Wir wüssten scheinbar nicht mehr woher wir kommen wohin wir gehen und warum. Unser Immunsystem leide an einem kulturellen Aids. Dies soll bedeuten, dass wir jede Information aufnehmen und nicht mehr unterscheiden können zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen. Z.B im Internet, zu jeder Aussage findet sich eine Gegenaussage.
Er sagt auch, dass sich im 20 Jahrhundert viel verändert habe. Das alte Problem, nämlich sie überhaupt zu finden, der Information wurde auf den Kopf gestellt. Während die Menschen früher nach Informationen suchten, um die Zusammenhänge ihres wirklichen Lebens zu bewältigen, ergeben sich heute soviel Informationen dass auch die nutzlosen Informationen im Alltag wichtig erscheinen. Die neuen Talkshows, Musikvideos, Nachrichten und die Filmindustrie sind daher tragen wesentlich dazu bei nutzlose Informationen zu verbreiten. Postman sagt auch, dass das Gefühl von der Überforderung langsam heranwächst und wir schlussendlich hilflos dastehen.
Er begründet auch warum die Menschen sich überfüttern an Informationen. Dies habe den Grund, weil die meisten Menschen glauben, dass immer wie mehr Informationen wichtiger seien. Dabei denken sie nicht ob sie etwas unternehmen sollen oder nicht. Sie gehen davon aus, dass sie auf keinen Weg irgendetwas tun können. Und so wächst bei den Menschen ein Gefühl der Passivität und Unfähigkeit, das unweigerlich in ein verstärktes Interesse an der eigenen Person mündet. So begründet Neil Postman wie der eigenartige Egoismus entsteht. Man könne ja nichts an der Welt ändern, aber an sich selber schon. Die Haare könnten gemacht werden, die Nägel lackieren, man könne sogar abnehmen.
Zum Schluss erwähnt Postman noch dass wir nichts anderes tun müssen um als unser eigenes Bewusstsein zu entwickeln. Daher bräuchten wir glaubwürdige Erzählungen, die etwas über die Geschichte der Menschheit erzählt und die der Vergangenheit Bedeutung zuschreibt und nicht irgendwelche unnütze Informationen von Stars und Sportprogrammen. Kurz gesagt: Zukunft braucht Herkunft.
Postman hat einige Interessante Aspekte aufgelistet und erwähnt an die ich gar nie gedacht hätte. Der eigenartige Egoismus ist sicher einer dieser Faktoren. Leider kann ich meine Stellungnahme nicht ausreichlich Formulieren, da ich mit dem Internet und den nutzlosen Informationen aufgewachsen bin, daher bin ich es mir gewöhnt mit diesen, in seinen Augen schreckliche Umstände zu leben. Jedoch bezweifle ich einige Aussagen von ihm. Wieso, sollten die Menschen heute kein eigenes Bewusstsein haben? Es ist doch jedem selbst überlassen was er für wichtig hält und was nicht. Jeder Mensch ist anders und hat andere Interessen und wird demensprechend auch seine Informationen im Internet suchen und recherchieren die ihn interessieren. Wäre jeder Mensch so wie Neil Postman so würde die Menschheit nur noch auf Wissenschaftliche und geschichtliche Punkte der Menschheit zurückgreifen. Das wichtige ist doch dass man von seinen Interessen, die man verfolgt, nicht alles Glaubt. Man sollte das was in der Zeitung oder Internet steht auch hinterfragen und abschätzen. Ich räume ihm gerne ein, dass er zu einem gewissen Punkt recht hat. Jedoch muss man auch irgendwo eine Grenze setzen und sich nicht nur an Erzählungen seiner Art interessieren.
Sein Text ist mir persönlich zu direkt auf sich selbst geschnitten. Aber wie schon gesagt, ich als Jugendlicher des 20 Jahrhunderts, sehe dies ein wenig anders. Da ich mit der heutigen Technologie aufgewachsen bin.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen